24. April 2016

Les alpes francaises

Bonjour tout le monde!

Ich war letzte Woche wieder in Frankreich. Diesmal bei meiner "Ur-Austauschschülerin".
Mit ihr habe ich meinen allerersten Austausch in der 7. Klasse gemacht und weil es so schön war auch in der 8.. Letztes Jahr hat das ganze leider nicht geklappt, weil ich irgendwie auf der anderen Seite der Welt war...!
Dafür ging es dieses Jahr wieder und ich habe 8 Tage bei Genf verbracht.

Meine Gastfamilie wohnt in einem 250-Seelendorf in der Nähe von La Roche sur Foron. Wikipedia sagt "57 Einwohner pro km²".
Das heißt, dass es ein Haus gegenüber gibt, das Haus einer Dame mit 12 Katzen nebendran und da dahinter noch ein Haus von einem älteren Ehepaar. Die nächsten "Nachbarn" wohnen dann eben 500m weiter. Von dem Dorf"zentrum" ganz zu schweigen (das kennzeichnet sich durch eine kleine, aber feine Kirche).
Das ganze ist auf einem kleinen Berg verteilt und mit einer kurvigen und sehr abenteurlichen Straße erreichbar.
Diese Lage gibt einem ein entspanntes Land-Feeling mit atemberaubender Aussicht.

In der Woche, in der ich da war, waren dort Ferien, was bedeutet, dass wir die Zeit mehr oder weniger mit schlafen, reden und essen verbracht haben. Ich fands toll! :D (Vor allem im Vergleich zu meiner Alternative zum Austausch, zu Hause bleiben und in die Schule gehen)
Natürlich sind wir nicht die ganze Zeit rumgesessen.
Nein, wir waren in Charmonix auf einem Gletscher, in Annecy herumschlendern und *Überraschung* essen, Lasergame spielen (das brauchen wir unbedingt auch in Deutschland!) und die erste Star-Wars-Triologie angeschaut (sehr anspruchsvoll, ihr seht schon! ;) )

Also, das ganze nochmal von vorne:
Charmonix ist relativ berühmt. Ich habe trotzdem noch nie etwas davon gehört. Wir sind dort am Sonntag hingefahren und mit einer kleinen süßen Bahn auf einen Gletscher hochgefahren. Da oben waren wir allerdings nicht allein. Nein, es war noch eine ganze italienische Klassenstufe dort (zumindest glaube ich, dass das eine Stufe war, es waren einfach so viele! Und auf den Namensschildern stand etwas von "instituto"), die meinte, eine Schneeballschlacht machen zu müssen, zu Ungunsten der anderen Menschen dort.
Nichtsdestotrotz ändert das nichts an der wunderschönen Aussicht.
Ich zeige euch einfach ein Foto:


Im Nachhinein habe ich rausgefunden, dass meine Freundin dort mit ihrer Austauschschülerin am gleichen Tag war. Und weil das noch nicht genug Zufall ist, haben wir rausgefunden, dass wir auch am gleichen Tag in Annecy waren.


Annecy ist eine Stadt am, Achtung, Lac d'Annecy. Viel mehr weiß ich leider auch nicht. Aber ich weiß, dass es eine sehr schöne Stadt ist mit einer magnifiquen Altstadt, in der vor allem das alte Prison (=Gefängnis) mitten in einem Fluss auffällig ist (und die Eisdiele, die zu den 10 besten in Frankreich auserkoren wurde).
Wir haben die meiste Zeit damit verbracht, auf einer Wiese neben dem See zu picknicken und "Wer bin ich?" mit Zetteln auf der Stirn zu spielen. Wir wurden deswegen sogar angesprochen, was wir denn da machen! :D


Am vorletzten Abend waren wir mit Freunden Lasergame spielen. Es gibt dort  unzählige Orte, an denen man das spielen kann. So viele, dass man kaum glauben kann, wie wenige es in ganz Deutschland davon gibt.
Beim Lasergame ist man in einem dunklen, nur von Schwarzlicht beleuchteten Raum mit Wänden, Treppen und anderen Versteckmöglichkeiten.
Man trägt eine Weste mit mehreren Rezeptoren, zum Beispiel am Bauch und an den Schultern, und hat eine Laserpistole (an der dummerweise auch so ein Rezeptor ist), mit der man auf die Rezeptoren der Teamgegner schießen muss.
Das ganze dauert so 30 min und ist im Prinzip auch nicht besonders anstrengend. Allerdings ist dieser Raum geschlossen, alle bewegen sich und es wird einfach nur unglaublich heiß und stickig da drin!

Wir haben 2 Partien gespielt. In der ersten Runde war ich unglaubliche elfte (von elf :'D Ups!) und in der zweiten Runde war ich zwar schon zehnte, hatte aber a) die gleiche Punktzahl wir die elfte, nur mehr Treffer, dafür aber auch deutlich mehr abbekommene Treffer
b) einen negativen Score von -250!
Aber der Spaß zählt und das hat er in diesem Fall wirklich getan!


Alles in allem war es schön wieder dort zu sein. Es fühlt sich an wie ein zweites Zuhause! Wir waren in einem Supermarkt und ich konnte mich französischen Essen und Grundnahrungsmittel wie Sirup eindecken, auch wenn die Region sehr hochpreisig ist. Ein (trauriges) Beispiel dafür ist das Eis: Pro Kugel 3€!
Wir werden uns also nie wieder über zu teures Eis beschweren...

Bisous,
Anni

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen