23. August 2016

Back to Germany

Hi!

Gestern Morgen ist mein Flieger gelandet und ihr könnt nicht glauben, wie schön es ist nach so einem langen Flug aus dem Flugzeug zu kommen!
Zusammen gerechnet war ich etwa 32 Stunden unterwegs und dann ist man zu Hause und kann noch nicht mal totmüde ins Bett fallen, weil es zu früh am Morgen ist... (also man könnte schon, wenn man sein Jetlag verschlimmern wollte)

Wie auch immer, bin ich jetzt wieder zu Hause und habe den Koffer und alles ausgepackt. Ungefähr die Hälfte bestand aus Essen und ich meine es Ernst. Ich hatte also aus unerklärlichen Gründen (hust) 2 kg Übergepäck, musste aber Gott sei Dank keinen Cent zahlen (thanks, Ethihad!).
Das heißt, dass ich jetzt genug Proviant für die nächsten Monate habe!

Denn schon Morgen früh geht es los nach Freiburg. Ich bin immer noch nicht fertig oder auch nur ansatzweise fertig. Meine Strategie ist es, einfach alles, was mir in die Finger kommt und praktisch scheint in eine große Schublade zu werfen und das dann heute Abend einzupacken... Vielleicht nicht die beste Strategie, aber es sollte irgendwie funktionieren (hoffe ich).


See ya!
Anni

20. August 2016

Das "Mega-Update"

G'Day Everybody!
(Ich hab übrigens echt jemanden gefunden, der G'Day sagt)

Ich hab eine ganze Weile nicht geschrieben (dafür aber das Aussehen meines Blogs umgekrempelt). Das liegt hauptsächlich daran, dass ich keine Zeit hatte, weil immer etwas los war.

Deswegen bekommt ihr jetzt ein "Mega-Update".
Aaaaalso...

Neben "kleinen" Dingen wie ein Schulausflug nach Melbourne (wir hatten ganze 4 Stunden dort, von denen wir 3 Stunden eine kleine Stadttour bei trübetimplichem Wetter gemacht haben und 1 Stunde gegessen und den Weg zum Bahnhof gesucht haben), ein Schulausflug in die Bendigo Goldmine, die Generalprobe von Roberto Alagna (anscheinend der beste Tenor-Opernsänger im Moment, noch nie von ihm gehört), ein Footy Game mit meiner Gastfamilie in Melbourne (unser Team hat gewonnen!) oder einfach in Bendigo essen gehen, gibt es auch ein paar "große" Dinge.


Und dazu gehört definitiv ein Spontan-Trip letzte Woche nach Broken Hill. Mittwochabend haben meine Hostparents endgültig beschlossen, dass wir ein langes Wochenende in New South Wales verbringen (das ist der Bundesstaat über Victoria). Meine Host Schwester ist zu Hause geblieben, da sie a) eine Klausur hatte, b) Freunde treffen wollte, was sie schon länger geplant hatte.

Das heißt wir sind am nächsten Tag zu dritt losgefahren, haben einen Zwischenstopp gemacht und haben an der Grenze übernachtet. Freitagmorgen sind wir dann 3 Stunden weitergefahren bis zu unserer Destination, Broken Hill.

Broken Hill ist eine Bergbaustadt mitten im nirgendwo, called Outback. Also es ist noch kein Outback-Outback, aber so gut wie. Das heißt es wachsen noch ein, zwei Büschchen dort, vor allem jetzt im Winter.
Broken Hill ist hauptsächlich bekannt für die zahlreichen Minen, in denen vor allem Silber abgebaut wurde und ist by the way die Geburtsstadt von BHP.
Ansonsten findet man hauptsächlich Kunst in Broken Hill (gaaaanz viele Bilder vom Outback). Dazu gehört dann auch das größte Bild der südlichen Hemisphäre oder ProHart.

In der Nachbarstadt, falls man sie überhaupt Stadt nennen kann (Wikipedia sagt 89 Einwohner, ich fürchte es sind noch weniger), findet man nicht nur ein stilechtes Outback-Lokal, sondern auch den Drehort für den Film "Mad Max 2" mit dem passenden Mad-Max-Museum, in dem wir natürlich waren.

Bis Sonntag haben wir das schöne Wetter dort genossen (bis zu 20°C mit australischer Sonne, da kann man die Winterjacke (fast) zu Hause lassen) und uns auf den 8 Stunden Rückweg gewagt.


Ein anderer wirklich awesome Trip war diesen Mittwoch. Meine älteste Host-sister, meine "eigentliche" Host-sister, zwei ihrer Nichten (zwei eigentlich nicht verwandte Babies, die leider laufen können und anfangen zu sprechen) (Ihr seht, es ist echt kompliziert in einer so großen Patchworkfamilie) und ich sind in den Ballarat Wildlife Park gegangen. Das ist zwischen 1 bis 2 Stunden entfernt von hier und ist ein Reservation Park, das heißt kein Zoo, sondern eher um ide Arten zu schützen.

Das erste, was ich dort gesehen habe, waren Kängurus, die entspannt die Sonne genießen. Normalerweise sieht man Kängurus nur am Straßenrand oder über die Straße hoppeln. Scheue Tiere, die auch aggressiv werden können (und große Rechnungen in der Autowerkstatt verursachen :( ).
Aber die Kängurus in Ballarat konnte man sogar streicheln und füttern und, weiß nich, was man eben alles so mit zutraulichen Wallabies machen kann.
Deswegen weiß ich jetzt auch, dass Kängurus unglaublich flauschig und weich sind! Nur zu toppen von den Baby-Kängurus (die ich natürlich auch knuddeln musste, ich konnte einfach nicht ihrer Süßheit widerstehen).

Ähnlich flauschig sind Koalas. Ja, ich habe sogar einen Koala gestreichelt (und bei der Gelegenheit ein Foto mit ihm gemacht).
Koalas sind einfach unglaublich coole Socken! Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich ein Koala.

...Vielleicht auch ein Quokka oder ein Wombat.
Die waren auch unglaublich süß. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe sogar ein Baumkänguru gesehen! (Überraschung, sie leben in Bäumen!)

Ansonsten gab es auch Kookaburras, jede Menge Kakadus (die findet man fast überall), Emus, andere coole Vögel, Dingos, Tasmanische Teufel, alle Möglichen Schlangen und das wahrscheinlich größte Krokodil, das ich je gesehen habe und hoffentlich sehen werde.


Ich habe meinen Aufenthalt hier sehr genossen und würde noch unglaublich gerne länger bleiben, doch leider geht es schon morgen wieder zurück.
Mein Koffer ist schon fertig gepackt (ungefähr die Hälfte besteht aus Essen), da wir heute Abend auf einen 18. Geburtstag gehen, da übernachten und von dort direkt nach Melbourne zum Flughafen fahren.

See ya!
Anni
Anni

31. Juli 2016

Two weeks

G'Day Everbody!

Die zweite Woche ist um... das heißt in ein paar Tagen ist die Hälfte um... Damn!
Ich habe ja schon im Vorraus gewusst, dass 5 Wochen nicht lange sind, aber kann nicht jemand bitte, bitte die Zeit anhalten?

Und ich sage das, obwohl ich jeden Tag um 6 aufstehen muss (das ist echt hart als natürlicher Langschläfer), um in die Schule zu kommen. Denn es lohnt sich!
So sehe ich jede Woche 5 Sonnenaufgänge und 7 Sonnenuntergänge. Jealous?
Ich habe noch nicht die kangaroos erwähnt, die auf den Wiesen neben der Straße grasen oder rumhüpfen oder einfach nur existieren...

Oh, und die Kakadu-"Herden", die Magpies (die sind sooo coooool! Die klingen seriously wie ein Windspiel) und die vielen, vielen anderen Vögel nicht zu vergessen. Es fühlt sich an, wie in einem riesigen Zoo, nur... in echt. Allein die Bäume an der Bushaltestelle sind exotisch!

Sogar die Schule, ich wage es kaum zu sagen, ist echt awesome. Das Bendigo Secondary Senior College, kurz BSSC, hat ungefähr 2000 Schüler (das ist viel) und nur aus Stufe 11 und 12. Das führt unweigerlich dazu, das es sich wie in einem American Highschool Film. All die Cliquen mit ihrem eigenen Tisch. Leute mit blauem Lippestift, Punk-styled Menschen oder einfach nur "die, die anders sind" (die findet man insbesondere im Arts-Teil).
 
Abgesehen davon ist der Campus riesig und es hat ein paar Tage gebraucht, in denen ich durch die Gänge geirrt bis, bis ich mich zurechtgefunden habe. Aber mittlerweile kenne ich mich erstaunlich gut aus.

Ich habe hier meinen eigenen Stundenplan und habe also auch Unterricht und alles (auch wenn ich das nicht ganz so ernst nehme. Kommt schon, ich habe eigentlich Ferien!).

Die Schule bietet unglaublich viele verschiedene und teilweise echt verrückte Fächer an, da sie eben so groß ist. Und aus diesen Fächern wurden wir gebeten, 5 auszuwählen. Habe ich gemacht. Als eine der einzigen.

Dann kam eine Weile nichts und dann hieß es plötzlich 3 Fächer und wir müssen dann noch in Französisch, Englisch und Deutsch gehen. Habe ich nicht gemacht. Vielleicht weil ich ein bisschen genervt war. Aber nur vielleicht. Und ich hatte ja schon Monate davor gewählt, eines meiner Fächer war sowieso schon English, also eigentlich passte alles, also von meiner Seite aus.


Wie auch immer, als wir dann die Stundenpläne bekommen haben, fiel zuersteinmal auf, dass wir doch kein Französisch haben. General English und German (für Learner). Dazu kommt, dass von den 5 Fächer, die ich gewählt habe ganze 2 genommen wurden.

Davon eines English... Das heißt ich habe jetzt 8 Stunden Englisch die Woche. Zum Glück sind es verschiedene Kurse, einmal General English, einmal English Language und eigentlich ist es auch erstaunlich interessant. Zumindest English Language.

Das andere Fach, das ich gewählt habe (und das mir eigentlich am unwichtigsten war, aber das konnte sie zugegebenermaßen nicht wissen), ist Music Performance. Bisher sah da der Unterricht eher so aus, dass wir nichts gemacht haben, Musik in Übungsräumen gemacht haben oder Performances angehört haben.

Der Vorteil daran ist, dass ich jemanden gefunden habe, der eine Geige hat, aber nicht mehr spielt und dazu noch echt nett ist. Das heißt, sie bringt sie oder brachte sie bisher jeden Dienstag, wenn wir eine Doppelstunde haben, mit. Dummerweise ist die G-Saite letzte Woche... naja, gestorben (lange Geschichte). Und dummerweise brauchen alle Stücke, die ich auswendig kann, alle 4 Saiten, und zwar in funktionierend.
Aber es ist trotzdem echt gut, ein bisschen in den 5 Wochen üben zu können.

Das 5. Fach, das ich habe, ist/war Ancient History. Nachdem ich es 1 1/2 Wochen gemacht habe und mir der Lehrer ein fettes Ancient History Schulbuch in die Hand gedrückt hat, habe ich gemerkt, dass es eigentlich hauptsächlich aus in dem Buch lesen, andere Quellen von Römern lesen, Dokus schauen und über die punischen Kriege und Carthage lernen besteht.

Und da wir wahrscheinlich innerhalb von diesen 5 Wochen, nicht groß über die punischen Kriege hinauskommen, habe ich mich dazu entschieden, dass es sich nicht lohnt. Das einzige, was ich dabei wohl großartig lernen würde, ist, wie ich meine Augen bestmöglichst 2 Stunden aufhalten kann.
Aber luckily habe ich es jetzt erfolgreich geschafft zu General Arts zu wechseln, yay!

Das sind Carl und Alfred, persönlich benannt von Sophiecorn, und ein Geschenk von Ambers Familie!

See ya!
Anni

17. Juli 2016

Straya!

G'Day Everybody!

Gestern Abend ist unser Flugzeug in Melbourne gelandet und ich bin jetzt wirklich, also so ganz real und offiziell, in Australien! Auch wenn es sich noch nicht so wirklich anfühlt. Es ist echt unglaublich diese Kangaroos crossing schilder in echt am straßenrand zu sehen... Ein "'roo" ist sogar gestern Abend noch gecrossed!
Meine Hostfamily, die etwa 1 Stunde außerhalb von Bendigo im middle of nowhere lebt, ist total lieb und eine echt-australische Großfamilie. Da heute ein "kleines" Familientreffen war, kenne ich jetzt den großteil der Familie (Das heißt es waren 5 Geschwister meiner Host Schwester (2 fehlten, weil sie zu weit weg leben), 3 Kinder von diesen Geschwistern, noch ein oder zwei Tanten, Onkel, Godfather... um ganz ehrlich zu sein, waren so viele Menschen da, dass ich den Überblick verloren habe). Ansonsten leben hier noch 2 Hunde, Hühner (=chooks), 2 Alpakas und ganz viele Schafe und Lämmer vor der Haustür. Das ist schon ziemlich cool!
Aber dann kommt dieser australische Akzent, der mich völlig aus dem Konzept bringt :D Ich hoffe nicht alle haben so einen starken Akzent wie meine Gastfamilie, aber ich werde mich da sicherlich dran gewöhnen. Nur diese Australian Slang words wie breaky, joey, chooks sind schwer und sogar tiger kann man so aussprechen, dass zumindest ich es nicht  verstanden habe "togaa"... Kommt schon, woher sollte ich wissen, dass das "tiger" heißen soll! :D
Was ich sonst noch unglaublich wichtig ist: Tag 1 und schon TimTams gegessen!
Ich lieeebe diese Kekse! biscuified perfection!

25. Juni 2016

Robert Bosch College


Hello!

Mein nächstes großes Abenteuer steht vor der Tür!
Und zwar schon in etwas mehr als 2 Monaten.
Denn ich habe die unglaubliche Möglichkeit mit einem Stipendium auf ein UWC, "United World College", zu gehen.

Das besondere an dieser Schule ist ihre Internationalität.
"Die ganze Welt im Klassenzimmer", so (oder so ähnlich) lautet das Motto von UWC und das bringt es auch schon so ziemlich auf den Punkt.
Auf die 16 auf der ganzen Welt verteilten Colleges gehen jeweils etwa 200 Schüler zwischen 16-19 Jahren aus der ganzen Welt gemeinsam in den Unterricht, leben zusammen im Internat und, naja, sie teilen eben ihren aufregenden Alltag miteinander. So entstehen tiefe Freundschaften zwischen Menschen völlig verschiedener Kulturen oder aus zwei Ländern, die gegeneinander Krieg führen.
Diese Atmosphäre, die dort herrscht und ich selbst bereits erleben durfte, als ich das College in Freiburg besucht habe, fasziniert mich einfach.
Und das beste daran: Ich werde Teil davon sein!
Ganz ehrlich: Noch vor einem Jahr, als ich auf die Möglichkeit, sich am UWC zu bewerben gestoßen bin, hätte ich mir niemals auch nur im Traum vorstellen können, einmal sagen zu können, dass ich auf eines gehen werde.
Doch genau das ist Realität geworden und ich werde die nächsten beiden Jahre auf dem Robert Bosch College in Freiburg verbringen.
Wer sich jetzt denkt "Och, das ist ja in Deutschland, wie langweilig!" hat das Konzept noch nicht ganz verstanden. Es geht nicht darum, wo du bist, sondern mit wem. Es spielt keine Rolle, ob du in Singapur, Canada, Swasiland oder Freiburg bist, denn die meiste Zeit verbringst du sowieso im Campus mit deinen Freunden.

Ich werde unglaublich viel lernen und tolle Menschen kennenlernen. Darauf freue ich mich schon unglaublich und bin bis dahin einfach nur glücklich. :)

Anni


Have faith in your dreams and someday
Your rainbow will come smiling through
No matter how your heart is grieving
If you keep on believing
The dream that you wish will come true
~A Disney film


24. April 2016

Les alpes francaises

Bonjour tout le monde!

Ich war letzte Woche wieder in Frankreich. Diesmal bei meiner "Ur-Austauschschülerin".
Mit ihr habe ich meinen allerersten Austausch in der 7. Klasse gemacht und weil es so schön war auch in der 8.. Letztes Jahr hat das ganze leider nicht geklappt, weil ich irgendwie auf der anderen Seite der Welt war...!
Dafür ging es dieses Jahr wieder und ich habe 8 Tage bei Genf verbracht.

Meine Gastfamilie wohnt in einem 250-Seelendorf in der Nähe von La Roche sur Foron. Wikipedia sagt "57 Einwohner pro km²".
Das heißt, dass es ein Haus gegenüber gibt, das Haus einer Dame mit 12 Katzen nebendran und da dahinter noch ein Haus von einem älteren Ehepaar. Die nächsten "Nachbarn" wohnen dann eben 500m weiter. Von dem Dorf"zentrum" ganz zu schweigen (das kennzeichnet sich durch eine kleine, aber feine Kirche).
Das ganze ist auf einem kleinen Berg verteilt und mit einer kurvigen und sehr abenteurlichen Straße erreichbar.
Diese Lage gibt einem ein entspanntes Land-Feeling mit atemberaubender Aussicht.

In der Woche, in der ich da war, waren dort Ferien, was bedeutet, dass wir die Zeit mehr oder weniger mit schlafen, reden und essen verbracht haben. Ich fands toll! :D (Vor allem im Vergleich zu meiner Alternative zum Austausch, zu Hause bleiben und in die Schule gehen)
Natürlich sind wir nicht die ganze Zeit rumgesessen.
Nein, wir waren in Charmonix auf einem Gletscher, in Annecy herumschlendern und *Überraschung* essen, Lasergame spielen (das brauchen wir unbedingt auch in Deutschland!) und die erste Star-Wars-Triologie angeschaut (sehr anspruchsvoll, ihr seht schon! ;) )

Also, das ganze nochmal von vorne:
Charmonix ist relativ berühmt. Ich habe trotzdem noch nie etwas davon gehört. Wir sind dort am Sonntag hingefahren und mit einer kleinen süßen Bahn auf einen Gletscher hochgefahren. Da oben waren wir allerdings nicht allein. Nein, es war noch eine ganze italienische Klassenstufe dort (zumindest glaube ich, dass das eine Stufe war, es waren einfach so viele! Und auf den Namensschildern stand etwas von "instituto"), die meinte, eine Schneeballschlacht machen zu müssen, zu Ungunsten der anderen Menschen dort.
Nichtsdestotrotz ändert das nichts an der wunderschönen Aussicht.
Ich zeige euch einfach ein Foto:


Im Nachhinein habe ich rausgefunden, dass meine Freundin dort mit ihrer Austauschschülerin am gleichen Tag war. Und weil das noch nicht genug Zufall ist, haben wir rausgefunden, dass wir auch am gleichen Tag in Annecy waren.


Annecy ist eine Stadt am, Achtung, Lac d'Annecy. Viel mehr weiß ich leider auch nicht. Aber ich weiß, dass es eine sehr schöne Stadt ist mit einer magnifiquen Altstadt, in der vor allem das alte Prison (=Gefängnis) mitten in einem Fluss auffällig ist (und die Eisdiele, die zu den 10 besten in Frankreich auserkoren wurde).
Wir haben die meiste Zeit damit verbracht, auf einer Wiese neben dem See zu picknicken und "Wer bin ich?" mit Zetteln auf der Stirn zu spielen. Wir wurden deswegen sogar angesprochen, was wir denn da machen! :D


Am vorletzten Abend waren wir mit Freunden Lasergame spielen. Es gibt dort  unzählige Orte, an denen man das spielen kann. So viele, dass man kaum glauben kann, wie wenige es in ganz Deutschland davon gibt.
Beim Lasergame ist man in einem dunklen, nur von Schwarzlicht beleuchteten Raum mit Wänden, Treppen und anderen Versteckmöglichkeiten.
Man trägt eine Weste mit mehreren Rezeptoren, zum Beispiel am Bauch und an den Schultern, und hat eine Laserpistole (an der dummerweise auch so ein Rezeptor ist), mit der man auf die Rezeptoren der Teamgegner schießen muss.
Das ganze dauert so 30 min und ist im Prinzip auch nicht besonders anstrengend. Allerdings ist dieser Raum geschlossen, alle bewegen sich und es wird einfach nur unglaublich heiß und stickig da drin!

Wir haben 2 Partien gespielt. In der ersten Runde war ich unglaubliche elfte (von elf :'D Ups!) und in der zweiten Runde war ich zwar schon zehnte, hatte aber a) die gleiche Punktzahl wir die elfte, nur mehr Treffer, dafür aber auch deutlich mehr abbekommene Treffer
b) einen negativen Score von -250!
Aber der Spaß zählt und das hat er in diesem Fall wirklich getan!


Alles in allem war es schön wieder dort zu sein. Es fühlt sich an wie ein zweites Zuhause! Wir waren in einem Supermarkt und ich konnte mich französischen Essen und Grundnahrungsmittel wie Sirup eindecken, auch wenn die Region sehr hochpreisig ist. Ein (trauriges) Beispiel dafür ist das Eis: Pro Kugel 3€!
Wir werden uns also nie wieder über zu teures Eis beschweren...

Bisous,
Anni

23. März 2016

Madrid!

Hola a todos!

Ich melde mich mal wieder!
Und nein, das war kein Versehen, dass da "Hola a todos" steht. Das liegt einfach daran, dass ich in Spanien war. Überraschung: Über einen Austausch!
Wer hätte das gedacht? :D
Das wäre dann also das 4. Austausch und das 5. Mal, dass ich an einem teilnehme. Solangsam werde ich wirklich zum Austauschexperten :)

Aber ich war nicht irgendwo in Spanien, nein, ich war in der Hauptstadt! (Zum Glück habt ihr das noch nicht im Titel gelesen! *IRONIEEE*)
Wie eine Schule aus Madrid ausgerechnet zu einer deutschen Schule mitten auf dem Land kommt, weiß ich selber nicht, aber ich finds gut!
Wir waren von Samstag bis Samstag bei unseren Austauschschülern und durften den spanischen Alltag erleben.

Wir sind Samstagmorgen mit dem Bus nach Zürich gefahren und sind von dort direkt nach Madrid geflogen. Im Flugzeug war es so warm und Spanien sah von oben so trocken, warm und orange aus, dass ich insgeheim die Hoffnung hatte, dass es vielleicht doch warm wäre. Sogar im Flughafen war es angenehm warm, sodass man ohne Jacke rumlaufen konnte. Draußen hat die Sonne geschien... Hach! Perfektes Frühlingsfeeling! Diese Vorstellung hielt relativ lange an, so lange eben wie wir im Flughafengebäude waren... Als wir es verlassen haben kam dann die "böse, hoffnungszerstörende Überraschung" in Form von einer eiskalten Windböe. Mist!

Aber von diesem Punkt müssen wir wieder ein wenig zurück spulen. Seid ihr schon einmal geflogen? An der Stelle, an der man schon sein Gepäck hat und diese Zone dann verlässt, um in den öffentlichen Raum zu gelangen.
Wisst ihr, was ich meine?
Da, wo immer so viele Leute stehen, mit Schildern wie "Welcome back" oder mit Namen drauf oder für Organisationen, etc., aber das ist immer für andere Leute gemeint.
Ihr wisst was ich meine.
Auch dieses Mal hat uns eine Menschenmasse erwartet, nur dass das allergrößte Plakat von allen Plakaten mit der Aufschrift "BIENVENIDOS" an uns gerichtet war!
Das war wirklich unglaublich süß.
Der nächste Part ist jedes Mal aufs Neue wieder überraschend. Da treffen etwa 30 Jugendliche aufeinander und auf wundersame Art und Weise dauert es nur wenige Sekunden, bis sich die Austauschpartner gefunden haben!
Das ist im Retiro, in diesem Haus gibt es immer mal wieder Austellungen

Meine Austauschpartnerin Natalia wohnt zusammen mit ihrer Mutter in einem Stadtteil von Madrid (leider etwas weiter weg von ihrer Schule und zwar als einzigste). Beide sind total nett! :)
Die Woche war mit einem anstrengenden Programm gefüllt, das uns Madrid zeigen sollte.
Wir waren im Kunstmuseum Prado, das eher alte Gemälde ausstellt, und im Reina de Sophia, auch ein Kunstmuseum, aber für moderne Kunst.
Wir waren im Stadtpark, dem Retiro. Wir waren abends in der Stadt shoppen. Wir waren auf den unzähligen Plätzen von Madrid. In Kathedrahlen. In Toledo und in Segovia (beides römische Städte in der Nähe von Madrid). Sogar im Kino waren wir. Aber last but not least: Wir haben gegessen. Und zwar viel gegessen. Sehr viel!
Das ist DAS Aquädukt in Segovia. Seht ihr die schneebedeckten Berge im Hinterrund?

Am Sonntag waren wir in einem Restaurant. Es gab eine Vorspeise (genau genommen zwei), ein Hauptgericht UND einen Nachtisch. Das hat schon ungefähr 3 bis 4 Stunden gedauert.
Ein anderes Mal waren wir in einem "Fast food" Restaurant... vielleicht auch ein bisschen langsamer :)
Auch hier gab es Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise.
Der einzige Nachteil an den ersten beiden Teilen ist, dass sie meist sehr fleischlastig sind und "wenig Fleisch" eine Art Fremdwort ist.
Aber ich muss schon zugeben, der süße Teil.... Mhhhhmmmmm! Das haben die Spanier wirklich drauf! Es gibt so viele leckere Süßspeisen, allen voran die Churros!
Churros sind schlichtweg fantastisch, noch besser aber mit Schokolade!
Heirbei handelt es sich um frittiertes Teiggebäck mit ein wenig Zucker drübergestreut, die man in flüssige Schokolade tunken kann!
Darf ich präsentieren? CHURRRROOOS!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass für doch nur eine Woche unglaublich viele Erfahrungen gemacht habe, viel gegessen habe und sich trotz meiner Unfähigkeit das R zu rollen mein Spanisch verbessert hat!

Besos,
Anni

3. Februar 2016

Dänemark

G'Day everybody!

Ich habe seit geraumer Zeit nichts mehr geschrieben, aber so wie ihr mich wahrscheinlich kennt, ist seither doch recht viel passiert!
Fangen wir einfach ganz von vorne an.

Also Amber ist mitlerweile wieder zurück in down under, auch wenn ich wünschte, sie wäre noch hier.
Ihre letzte Ferienwoche hier haben wir im hohen Norden, Dänemark, verbracht. Wir hatten ein wunderschönes Häuschen direkt am Meer. Und mit direkt am Meer, meine ich wirklich direkt am Meer!
Das heißt dann also, dass abends bei Wind und Wetter auch gerne mal ein paar Wellen an die große Wohnzimmerfront prallen!
Klingt toll? Ist es auch.
Nur der Part mit dem vor die Tür gehen... *Brrrrr!*
Klar, einmal ein bisschen Luft schnappen, jedoch sieht das bei diesem besagten Wind und Wetter doch eher so aus, dass man quasi von den eisigen Meeresböen erdrückt wird.
Aber das hat uns natürlich nicht davon abgehalten rauszugehen, ausgestattet mit mehreren Lagen Klamotten.
Vor der Tür gilt es dann möglichst schnell zum Auto zu rennen und einzusteigen.
Schritt zwei ist zum Strand zu fahren.
Schritt drei beeinhaltet die moralische Vorbereitung, es zu wagen die Autotür zu öffnen und auszusteigen.
Einmal draußen, kann man dann endlich zum Strand laufen.
Dieser Schritt muss allerdings möglichst schnell vonstattengehen, denn länger als 10 Minuten hält man als Normalsterblicher da draußen nicht aus.
Aber was hat man jetzt davon, draußen am Strand zu sein?
Folgendes: Man kann nach Bernsteinen suchen!
Wir träumen schon jahrelang, eigentlich lebenslang, einmal einen Bernstein selbst zu finden und damit meine ich nicht im Touri-Shop.
Bernsteine soll man nämlich am besten im Winter bei stürmischer See finden. Deswegen dachten wir uns dieses Jahr: Gehen wir doch mal im Winter an die Ostsee. Da finden wir ganz sicher ganz viele Bernsteine... dachten wir.
Okay...
Seien wir ehrlich, wir haben keinen Einzigen gefunden.
Außer einen.
Das lief dann ungefähr so ab:
(alle suchen verzweifelt nach Bernsteinen)
-Ich hab einen!
-Was?! Wo! (schaut auf)
-Hier! (Amber umarmend)

Zugegeben, das ist mehrmals passiert... Und für alldiejenigen, die sich gerade fragen, wo der Witz ist: Amber (der Name meiner Austauschschülerin) heißt übersetzt auf Deutsch Bernstein! *Ba dum tss*

Naja und zum Schluss hat es noch geschneit, wodurch wir wahrscheinlich besseres Sikfahrwetter hatten als alle Skifahrer in den Alpen zu der Zeit :D
 

Liebe Grüße,
Anni

31. Dezember 2015

Silvester

G´Day everybody!

Amber ist jetzt schon 4 Wochen hier und wir haben vieles unternommen :)
Der ein oder andere von euch hat sie sicherlich schon kennengelernt und ihre Amazingness erlebt.
Nach Weihnachten steht jetzt aber schon der nächste Feiertag an: Silvester!
Erst vorhin haben wir ein paar Australiern ein frohes neues Jahr gewünscht, ja schon komisch mit der Zeitverschiebung, aber man übt sich darin. Dementsprechend kommen einem auch solche Gedacken beim Frühstück:

Wir schreiben das Jahr 2015.
Amber, eine waschechte Australierin, ist seit einigen Wochen in Deutschland und bleibt noch für zwei weitere Wochen hier. Es ist das erste Mal, dass sie Australien, Victoria, verlassen hat. In ihrer Zeit hier hat sie bereits viele neue Erfahrungen gemacht, vor allem die Weihnachtszeit war sehr interessant (und lecker). Aber ein Fest fehlt noch: Silvester. Wenn heute Abend die vielen Raketen am Himmel explodieren, findet das Jahr 2015 sein Ende und 2016 beginnt.
Für Amber stellt sich jetzt jedoch die Frage: Wie viel länger ist ihr nächstes Jahr als ihr 2015?

Es ist eigentlich ganz einfach, dachte ich ... bis ich die Aufgabe ein paar Leuten gestellt habe.
Deshalb gebe ich euch einen kleinen Tipp, schon mal was von der Zonenzeit gehört? Bestimmt!
Und jetzt ran an die Feder! Viel Spaß beim Rechen :D
Vergesst nicht das Ergebnis in die Kommentare zu schreiben oder mir eine Nachricht zukommen zu lassen.
http://haidmuehler-hof.putz2.de/bilder/pauschalen/silvester-top.jpg
haidmuehler-hof.putz2.de/bilder/pauschalen/silvester-top.jpg

Liebe Grüße und ein "Frohes Neues",
Anni

15. Dezember 2015

Australians in Germany

G'day everybody!

Ja, ich habe an dem Titel noch etwas geschliffen. G'day klingt einfach australischer.

In den letzten Tagen, bzw. Wochen kam ich einfach nicht zum Schreiben, was vielleicht daran liegen könnte, dass Advent etwa gleichbedeutend ist mit Arbeitenphase oder dass gerade meine Austauschschülerin Amber da ist!
Es ist schon mehr als 1 Woche her, seit sie hier ankam und she is simply amazing!
Es liegen noch fast 5 Wochen vor uns und der bisher größte Plan ist ein Urlaub in Dänemark. (Ihr könnt euch schon einmal auf eine neue Runde Fotos freuen! :D)
In der vergangenen Woche haben wir schon so einiges gemacht, das ein oder andere auch von unserer Schule organisiert, wie zum Beispiel ein Adventscafé (falls derjenige, der diese großartige Torte mit dieser weißen, fluffigen Schicht gemacht hat, das hier liest: Schick mir das Rezept! Ich. Brauche. Es. It was AWESOME!).
Aber was ich eigentlich sagen wollte: Ich hoffe es werden unvergessliche 6 Wochen hier in Deutschland (und Dänemark) :) ) und ich schaffe es, unsere deutsche Kultur ein wenig vorzustellen!


Anni